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Grundlagen

Die Pilates-Methode ist ein ganzheitliches Körpertraining, in dem wie in keinem anderen Training die tief liegenden, kleinen und meist schwächeren Muskelgruppen angesprochen werden, die für eine aufgerichtete und gesunde Körperhaltung sorgen.


Angestrebt wird

  • die Stärkung der Muskulatur
  • die Verbesserung von Bewegungskoordination und -ökonomie
  • eine Verbesserung der Körperhaltung
  • die Anregung des Stoffwechsels und
  • eine erhöhte Körperwahrnehmung.

Nach 10 Stunden fühlen Sie den Unterschied,
nach 20 Stunden sehen Sie den Unterschied und
nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper.

Joseph H. Pilates


Die Methode

Grundlage aller Übungen ist das Trainieren des Powerhouse.

Dabei handelt es sich um die Koordination der in der Körpermitte befindlichen Muskulatur. Das Powerhouse wird gebildet von Beckenboden und Zwerchfell unten und oben und den tiefen Bauch- und Rückenmuskeln vorne und hinten.
Schon durch diese Definition wird klar, dass der Atem eine entscheidende Rolle spielt, will man Pilates trainieren.

Alle Bewegungen werden langsam, fließend und achsengerecht ausgeführt, wodurch Muskeln und die Gelenke geschont werden.

Anfänger haben einen intensiveren Start, wenn sie mit einer Einzelstunde bei einem/r sorgfältig ausgebildeten TrainerIn beginnen und danach in die Gruppenstunde wechseln. So wird die effektive Ausführung der Übungen unterstützt.

Wir empfehlen für einen gelungenen Start unsere "Schnupperkarte" - eine Kombination von 3 Einzelsitzungen und 3 Gruppenstunden.

Bei körperzeit arbeiten wir mit 3 der klassischen Geräte, die Pilates entwickelt hat: mit dem Reformer, dem Cadillac und dem Chair.
Diese Geräte unterstützen die Ausführung der Übungen.

Das weit verbreitete Mattentraining wird erst für Fortgeschrittene empfohlen. Die rund 500 Pilates-Übungen wechseln ab zwischen Dehnung und Kräftigung der Muskulatur.


Wichtige Prinzipien

Die wesentlichen Prinzipien der Pilates-Methode sind

  • Kontrolle
  • Konzentration
  • bewusste Atmung
  • Zentrierung
  • Lockerheit und Entspannung
  • Bewegungsfluss

Kontrolle: Ein wesentlicher Grundsatz des Trainings ist die kontrollierte Ausführung aller Übungen und Bewegungen. Dadurch werden die tiefen Muskeln ganz nah an den Gelenken gestärkt.

Konzentration: Mit Hilfe von Konzentration werden Körper und Geist in Verbindung gebracht. Die Bewegung wird mental kontrolliert, die Aufmerksamkeit ist auf den Körper gerichtet. Dadurch ist es möglich, komplexe, ökonomische Bewegungsmuster zu erlernen, zu speichern und alltagstauglich zu machen.

Atmung: Bewusste Atmung spielt eine wichtige Rolle. Sie setzt das Zwerchfell als einen der größten horizontalen Muskeln ein für die Stabilisation auf 2 Beinen und die ständige Auseinandersetzung mit der Schwerkraft.

Zentrierung: Mit Zentrierung ist die Stärkung der Körpermitte gemeint, das so genannte Powerhouse, das sich zwischen Brustkorb und Becken befindet und alle wichtigen Organe enthält. Die Stärkung der Körpermitte unterstützt die Lendenwirbelsäule und alle darüberliegenden Anteile des Rückens  und wirkt sich positiv auf bestehende Verspannungen, Gelenkengstände und Rückenschmerzen aus.

Lockerheit und Entspannung: Eine entspannte Trainingsathmosphäre hilft, den Körper aufmerksam zu betrachten, weniger schädliche Dinge zu tun, Spannungen aufzufinden und bestehende Probleme der Muskulatur zu lösen. Entspannung und kontrollierte Muskelaktivität wechseln sich im Pilatestraining ab und ergänzen sich.

Fließende Bewegung: Alle Übungen werden in fließenden Bewegungen ausgeführt, ohne längere Unterbrechungen. Die Muskulatur arbeitet geschmeidig und das Gehirn antizipiert die ständige Längenveränderung sowohl konzentrisch wie exzentrisch. Es gibt keine abrupten isolierten Bewegungen.


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